Natürlicher Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet von Heterodon nasikus erstreckt sich in einem breiten Band von Süd Kanada bis Nord Mexiko und verläuft durch die zentrale Ebene der USA.

Sie werden in einer Vielfalt von verschiedenen Lebensräumen angetroffen, einschließlich der sandigen kurzgrasigen Prärie, felsigen Trockengebieten und küstennahen Inseln. Hakennasennattern, oder auch kurz Hakennasen, bedürfen im Allgemeinen einen sandigen Boden in ihrem natürlichen Lebensraum, um sich im Winter vergraben zu können. Die Landschaft ist meist flach oder leicht hügelig. Über einen Großteil des Jahres herrschen warme Temperaturen. Es gibt genügend saisonalen Regen, so dass sich keine Wüsten bilden, aber zu wenig um eine Verwaldung zu begünstigen.
Beschreibung
Diese kleine bis mittelgroße Art hat für eine Natter einen erstaunlich „kräftigen“ Körperbau. Der Kopf, dessen Rostralschild an der Schnauzenspitze namensgebend hakenförmig hochgebogen ist, geht nahezu ansatzlos in den Körper über. Männchen erreicht bis zu 65 cm Länge, und Weibchen bis zu 90 cm. Wobei es auch größere Exemplare gibt. Tiere mit über 1m Länge sind dabei aber eine Rarität.
Im Allgemeinen haben diese tagaktiven Tiere ein ruhiges, beinahe schon neugieriges Wesen.
Wenn sie gestört werden, wird der Kopf und der Halsbereich abgeflacht. Sie spreizen die Halsrippen wie eine Kobra ab und zischen bzw. fauchen unüberhörbar, was ihnen zusammen mit den stark gekielten Schuppen den Spitznamen „Puffotter“ einbrachte. Das Abflachen und Spreitzen des Kopfes sowie des Halses beim Drohen, geben dieser Schlange ein fast schon schelmisches Grinsen, wenn man sich dabei den Kopf von oben anschaut. Während sie ihre „Front“ abflachen ist ein lautes zischen zu hören, das wie das Entweichen von Dampf aus einem Wasserkocher klingt. Gelegentlich wird die bluffende Schlange wiederholt den vermeintlichen Feind angreifen. Das geschieht aber mit geschlossenem Maul. Wenn das Zischen, das Nackenspreizen und die Scheinangriffe nicht den gewünschten Erfolg bringen, dreht sich die Hakennasennatter auf den Rücken und Streckt die Zunge heraus. Einige Schlangen sondern zusätzlich Blut aus dem Mund und Moschus aus der Kloake ab.
Achtung!
Hakennasennattern werden NICHT den Trugnattern zu geordnet. Diese Einteilung gibt es nicht mehr. Sie gehören nach neuester wissenschaftlicher Einteilung zu der Unterfamilie der Xenodontinae (Ungleichzahnige).
Im hinteren Bereich des Oberkiefers befinden sich beiderseits verlängerte Zähne, die weder hohl noch gefurcht sind. Hakennasen können also nicht aktiv ihren Speichel in die Wunde verbringen.
Bei allen uns bekannten „Bißunfällen“ (die fast ausnahmslos beim Füttern passierten) mit mehr als einer lokalen Rötung und/oder Schwellung, hat man die Tiere mehrere Minuten lang kauen lassen. Somit kann man hier nicht von einem simplen Biss sprechen.